30. Mai bis 5. Juli 2022

LICHTWENDE IM KONTEXT DER BIENNALE VENEZIA 2022


16. Juli 2022

LICHTWENDE IN RIEDWIES 

In diesem Sommer findet das LICHTWENDE-Event 25 Tage nach der Sonnwende statt.

Denn:

Vom 30. Mai bis 5. Juli 2022 präsentierte sich LICHTWENDE in Venedig im Kontext der
Biennale. 

LICHTWENDE im Kontext der BIENNALE

 

Auf Einladung von CREA Cantieri del Contemporaneo wurde in den Räumen auf der Insel Giudecca eine Installation ausgestellt, in der die drei Künstler:innen Anie Speermann, Ugo Dossi und Martin Rosenthal zusammenwirken.  

Dies war gleichzeitig die erste Veranstaltung von FUNDAMENTA, Venezia – München der Kuratoren Elmar Zorn, München & Pier Paolo Scelsi, Venezia. 

Nun kehren die Künstler:innen mit ihrer Installation aus Venedig zurück und zeigen sie auf dem LICHTWENDE-Event am 16. Juli in Riedwies.   

Infos zu weiteren Programmpunkten finden Sie hier.  


LICHTWENDE 

Im Kontext der Biennale Venezia 2022


Impressionen und Installationen

ANIE SPEERMANN
PEGASUS

Pegasus ist ein Zauberwesen, das im Denken seine Wirkung entfaltet. Er ist ein Geschenk an die Menschheit, die er innerlich zum Fliegen bringen will, ihren Gedanken Flügel verleiht. Als Wappentier der Poesie ist Pegasus Sinnbild für die Freiheit des Denkens.  

Die Kunst von Anie Speermann will die Sehnsucht nach Freiheit wecken. Pegasus ist ein inneres Bild, das sie bildhaft ins Außen trägt, damit es dort wahrgenommen wird. Pegasus zeigt sich als fliegendes Pferd und unfassbares, sphärisches, immaterielles Lichtsymbol. Er ist die Leitfigur ihrer Welt, auch ihrer Traumwelt. Als Reittier der Götter bringt er das Licht der oberen Welt in das irdische Dunkel, der Kunst bringt Pegasus Inspiration.  

MARTIN ROSENTHAL
MONADEA

 

Sound- und Videoinstallation von Martin Rosenthal um Originaltexte von Giordano Bruno, dem Naturphilosophen und Visionär, der in Venedig für seine zukunftsweisende Weltsicht festgenommen und in Rom auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde. 

Seine Idee von in allem wirkenden sogenannten Monaden ist für Martin Rosenthal ein Urfraktal, das überzeitlich bis in das Jetzt wirkt. Als kleinster Teil, in dem das ganze System in Superposition bereits sichtbar ist. 

 

Dieses Fundament der Quantenphysik hatte Giordano Bruno in seinem Denkgebäude bereits vorweggenommen. Die Installation Monadea ist voller Superpositionen. Am deutlichsten in der zweisprachigen Komposition des Original-Textes von Giordano Bruno, die parallele Wahrnehmungen erfahrbar macht, die unserem Wahrnehmungssystem fremd scheinen, obwohl sie uns täglich begegnen. 
Wie zum Beispiel im Gedränge auf dem Vaporetto, im Bus, auf dem Bahnhof, überall in einer Welt, voller Leute, voller Sprachen, voller Emotionen – und voller beschränkter Aufmerksamkeit.  


UGO DOSSI
LICHTZEICHEN

 

Die Kunst von Ugo Dossi kreist um die Kreativität des Unbewussten, um Sinnliches und Übersinnliches. Sie spielt mit archetypischen und kollektiven Bildern, mit automatischen Zeichnungen, unterschwelligen Projektionen, mit paranormalen Phänomenen. Mit seinen Zeichen erzeugt er innere Bilder, die er als die einzig wirklichen, weil wirkenden, bezeichnet. 

Seine Installationen wurden zweimal auf der Documenta gezeigt (Documenta 6 und Documenta 8), auf den Biennalen von Venedig (1986 und 2011), von Paris (1975) und Buenos Aires (2000), sowie in zahlreichen Einzelausstellungen in internationalen Museen, zuletzt im Museum Ägyptischer Kunst, München und aktuell im Museum Würth.  

 
Typisch für das Werk von Ugo Dossi ist sein Umgang mit Darstellungsformen des Grenzenlosen, die das Denken in die Wahrnehmung des hinter allem liegenden Unendlichen führen. Dossi greift dieses Thema immer wieder auf. Er hat es für seinen Beitrag zur Documenta 6 als mathematische Form eines Weltmodells und der „relativen Freiheit“ bearbeitet und für die Documenta 8 mit unterschwelligen Bildprojektionen in den Raum der unbewussten Vorstellungswelt versetzt.  


Weitere Infos zur LICHTWENDE im Kontext der Biennale finden Sie hier: 

 

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LICHTWENDE - MEMORIES

vergangene Events

LICHTWENDE HERBST 2021 - FILMPREMIERE

CONCERTO VERTICAL

…… oder: der Weg zur Bühne ist senkrecht 

Am 23. September 2021 im Kunstzelt der Villa Riedwies im Rahmen der Lichtwende

Eine 30-minütige Dokumentation über ein musikalisches und klettersportliches Abenteuer, verbunden mit einem musikalischen Rahmenprogramm. 

Mit Alexander Huber, Klavier und Burkard Maria Weber, Violoncello. 

Der Klang und die Vertikale   

Dieses Kunst- und Kletter-Projekt bringt Musik und Natur in einen Dialog, der seine Energie aus der Begeisterung generiert, Musik an einem ungewöhnlichen Ort und in einer ungewöhnlichen Besetzung zu präsentieren.

Ein Kletterer und ein Cellist, die beide die Leidenschaft zu musizieren und zu klettern teilen, treffen sich an einem hohen Felsen in der Südpfalz. Sie erklettern ihn und spielen nach Erreichen des Gipfels dort ein kleines Konzert für Cello und Klavier inmitten und für die großartige Natur.

Der Outdoor-Gedanke, in seinem Streben nach Verbundenheit mit den Schönheiten der Natur, wird mit der Musik verbunden, deren Streben nach Schönheit, Ursprünglichkeit und Freiheit ein kongenialer Partner des Kletterns ist. 


„Musik ist dem Klettern so ähnlich, vermittelt das Gefühl totaler Freiheit!“ (Wolfgang Güllich)
 
Erleben Sie eine musikalische Reportage über die ungewöhnliche Verbindung von zwei ungewöhnlichen Leidenschaften.

Es geht hier um Klettersport und Musik, um ein Konzert für Cello und Klavier auf einem exponierten Gipfel, nach dem Durchsteigen einer Wand, aber vor allem um Emotion und Leidenschaft, die wir mit unseren Händen leben. 

Der Kletterstar Alexander Huber am Flügel und der Avantgarde-Cellist Burkard Maria Weber am Cello – ein professioneller Kletterer, der zur Freude Klavier spielt und ein professioneller Musiker, der zur Freude klettert – ergeben eine interessante Mischung, da jeder der Akteure irgendwann seine Rolle tauscht, und beide ihre persönlichen Leidenschaften zu einer verbinden.

Das Projekt soll zeigen, dass es eines aktiven Handelns bedarf, um Töne zu spielen oder zu klettern – um jedes Erlebens willen. Musik ist keine Konserve, die beliebig Emotionen unter eine Szene legt, sondern wie das Klettern ein Spiel, das die Hände „begreifen“ wollen. Ein Spiel, das der Mensch in seiner Begrenztheit spielt, um frei zu sein.